Die Technik

Der Grundofen

Er wird als "Urtyp" des Kachelofens bezeichnet. "Von Grund auf" aus keramischen Materialien gebaut, funktioniert er nach einem einfachen Prinzip: Die Hitze aus dem Feuerraum wird in ausgeklügelten keramischen Kanälen (Zügen) durch den gesamten Ofenkörper geführt und dort möglichst lange gespeichert. Dadurch erfolgt eine optimale Ausnutzung des Brennstoffs. Die enorme Speicherfähigkeit des Grundofens ist die Voraussetzung dafür, dass sein keramischer Mantel noch Stunden, nachdem das Feuer erloschen ist, wohltuende Wärme in den Raum abstrahlt.


Der Kaminofen

Je besser ein Kaminofen die Heizenergie des Holzes in brauchbare Wärme umwandelt, desto höher ist sein Wirkungsgrad. Ein guter Kaminofen, bringt es zu einer Ausbeute von über 75 Prozent. Eine Brennautomatik macht in vielen Kaminöfen die optimale Verbrennung möglich. Sie sorgt auch dafür, dass neues Brennmaterial wesentlich später nachgelegt werden muss als bei einem Ofen ohne Automatik. Die Folge ist eine erhebliche Einsparung an Heizmaterial.


Der Warmluftofen

Der Warmluftofen spendet sehr schnell behagliche Wärme. Das liegt am Konstruktionsprinzip: Anders als bei Grundöfen sind sie mit Heizeinsätzen für feste Brennstoffe, Öl oder Gas ausgestattet. Diese Heizeinsätze bieten hohen Bedienungskomfort, geringen Brennstoffverbrauch und geringe Schadstoffemissionen. Ein weiterer Unterschied: Bei der Warmluftheizung wird im Ofeninnern Luft erwärmt, die durch Öffnungen im unteren Bereich "angesaugt" wird und im oberen Bereich wieder austritt. Der Warmluftofen produziert zu etwa 70 Prozent Konvektionswärme (Warmluft) und zu etwa 30 Prozent Strahlungswärme, die größtenteils über die Kacheln abgegeben wird.


Der Kachelkamin

Freizügige Gestaltungsmöglichkeiten machen den Kachelkamin zu einem beliebten Heizgerät. Durch große Speicherfähigkeit des glasierten Kachelmaterials wird "wie beim Kachelofen" angenehme Strahlungswärme bei hohem Wirkungsgrad verbreitet. Gestalterisch sind dem Spiel mit dem Feuer kaum Grenzen gesetzt. Nur durch eine Sichtscheibe vom Feuer getrennt, steht dem Genuss von Wärme und Romantik nichts im Wege. Der Kachelkamin ist eine besondere Bauart des Heizkamins und enspricht seiner Funktionsweise.


Der Heizkamin

Wer den optischen Reiz des Flammenspiels mit einem Höchstmaß an Heizleistung verbinden will, für den ist der Heizkamin gerade richtig. Moderne Heizkamine geben nicht nur ihre Strahlungswärme in den Raum ab. Sie können auch die erwärmte Luft in Nachbarräume ableiten und diese auf energiesparende Weise mit beheizen. Modernste Technik gewährleistet eine schadstoffarme Verbrennung und garantiert sparsamen Brennstoffverbrauch bei höchst möglichem Wirkungsgrad.


Der offene Kamin

Diese klassische Form besitzt keinen verschließbaren Feuerraum. Dieser ist in der Regel aus Schamottesteinen errichtet. Der Verbrennungsluft-Bedarf beträgt 360 m³ pro m² Feuerraumöffnung. Für ausreichend Außenluftzufuhr in den Wohnraum muss gesorgt werden. Der gesamte Kamin einschließlich Verkleidung wird handwerklich errichtet. Die Wärme wird beim offenen Kamin als Strahlungswärme nur aus der Feueröffnung abgegeben. Früher weit verbreitet, ist diese Form heute kaum mehr gefragt.


Der Kachelherd

Der urige Herd weckt Erinnerungen an eine Zeit, in der die Küche geschäftiger Mittelpunkt des häuslichen Lebens war. Für Menschen, die die Kunst des Kochens und Genießens lieben, ist er durch nichts zu ersetzen. Er lässt sich in jede moderne Einbauküche integrieren. Reizvoll ist indes auch die Einbindung eines Elektro- oder Mikrowellenherdes in den Kachelkörper. Die Funktionsweise des Kachelherds entspricht der des Grundofens.


Der Kombiofen

Der Kombi-Ofen stellt eine Synthese aus Warmluft- und Grundkachelofen dar. Es werden die Vorzüge beider Systeme in einem Gerät vereint. Wie bei einem Warmluft-Kachelofen befindet sich im inneren der Kachelschale ein Heizeinsatz, welcher die Luft im Hohlraum zwischen Heizeinsatz und Kachelummantelung erwärmt und zur Zirkulation anregt (Konvektionsprinzip). Die warme Luft strömt unmittelbar durch die Lüftungsgitter in den Wohnraum und erwärmt diesen sehr schnell. Um für eine langanhaltende und angenehme Strahlungswärme zu sorgen, werden die Rauchgase nicht wie bei einem Warmluftofen durch metallische Nachheizregister geleitet, sondern durch keramische Heizgaszüge. Die keramischen Heizgaszüge sind der "Wärmespeicher" des Kombi-Ofens. Je nach Ausführung der gemauerten Züge (Länge) wird die gespeicherte Wärme zeitversetzt abgegeben. Diese Heizgaszüge werden langsam mit der Wärme der Rauchgase "aufgeladen". Der spezielle keramische Werkstoff speichert diese Wärme und gibt sie dosiert über einen längeren Zeitraum an die Umgebung ab. Diese Strahlungswärme erzeugt eine "wohlige" Wärme, die vom Menschen, ähnlich wie die Sonnenstrahlung, als äußerst angenehm empfunden wird.